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Wurzelkanal & Endodontie

Gerissener Zahn: Schmerz, der auf dem Röntgenbild nicht zu sehen ist

Das Schwierigste an einem gerissenen Zahn ist die Diagnose; die meisten Risse sind im Röntgenbild unsichtbar. Die Anzeichen, wie sie erkannt werden und wie sich die Behandlung mit der Tiefe des Risses ändert.

RedaktionPapatya Dental13. August 20267 Min. Lesezeit
Gerissener Zahn: Schmerz, der auf dem Röntgenbild nicht zu sehen ist

Die Schilderung klingt fast immer gleich: beim Kauf auf eine bestimmte Stelle ein kurzer, scharfer Schmerz, aber nicht jedes Mal. Ein Röntgenbild wird angefertigt und zeigt nichts. Das ist der klassische Beginn des Cracked-Tooth-Syndroms.

Risse verlaufen parallel zur Längsachse des Zahns. Weil der Röntgenstrahl durch dieselbe Ebene geht, bildet sich der Riss meist nicht ab. Die Diagnose stützt sich daher auf Beschwerden und klinische Tests.

Das entscheidende Zeichen: Schmerz beim Loslassen

Bei einem gerissenen Zahn entsteht der Schmerz oft nicht beim Zubeißen, sondern im Moment des Loslassens. Das Zubeißen trennt die beiden Rissteile, beim Loslassen schnappen sie zusammen, und diese plötzliche Bewegung in den Dentinkanälchen wird zum Nervenreiz. Dieser Befund unterscheidet ihn von anderen Schmerzarten.

  • Schmerz beim Zubeißen auf genau eine Stelle, der sich nicht bei jedem Bissen wiederholt
  • Ein scharfer Schmerz im Moment des Loslassens
  • Kälteempfindlichkeit, die zunimmt, aber nicht nachhallt
  • Schwierigkeit, den schmerzenden Zahn genau zu benennen

Wie er erkannt wird

Beim Beißtest wird nacheinander Druck auf jeden Höcker gegeben, um zu zeigen, welcher Bereich Schmerz auslöst. Die Transillumination, also das Durchleuchten des Zahns von hinten, zeigt, wo der Riss das Licht unterbricht. Auch Anfärben und die Untersuchung unter Vergrößerung kommen zum Einsatz. Manche Risse werden erst sichtbar, wenn eine vorhandene Füllung entfernt wurde.

Die Behandlung richtet sich nach der Tiefe des Risses

Oberflächliche Schmelzrisse brauchen häufig keine Behandlung und werden beobachtet. Bis ins Dentin reichende Risse werden mit einer Restauration versorgt, die den Zahn zusammenhält, meist einer Krone oder einem Onlay; Ziel ist es, das Auseinanderfedern der Höcker zu verhindern. Ist die Pulpa beteiligt, steht die Wurzelbehandlung am Anfang, danach folgt die schützende Restauration.

Der gerissene Zahn gehört zu den wenigen zahnmedizinischen Problemen, bei denen die Zeit gegen einen arbeitet. Warten verringert die Möglichkeiten.

Häufige Fragen

Heilt ein gerissener Zahn von selbst?

Nein. Schmelz und Dentin regenerieren sich nicht so, dass sich ein Riss schließt. Ziel ist nicht, den Riss zu heilen, sondern den Zahn so zu stützen, dass er sich nicht weiter ausbreiten kann.

Muss jeder gerissene Zahn gezogen werden?

Nein, die meisten lassen sich erhalten. Eine Entfernung kommt in der Regel dann infrage, wenn der Riss senkrecht die Wurzel hinabläuft.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Behandlungsentscheidungen sollten erst nach einer zahnärztlichen Beurteilung getroffen werden.

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Dieser Beitrag beruht auf der klinischen Erfahrung des Papatya Dental Teams und wird vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit geprüft.

Zuletzt aktualisiert:
2026-08-13
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